Bauernkapelle Trillfingen
Bauernkapelle Trillfingen

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Bauernkapelle Trillfingen e.V.
Im Engental 13
72401 Haigerloch-Trillfingen

Über uns

Gemeinde Trillfingen


 

 

 

 

Landschaftlich im Vorland der Schwäbischen Alb, am Übergang zur Gäu-Landschaft gelegen, liegt die Gemeinde Haigerloch-Trillfingen.

Auf dem Höhenrücken zwischen Eyach- und Neckartal liegt es weithin sichtbar mit seiner markanten, vorwiegend gegen Süden gerichteten Kulisse, mit herrlichem Blick auf die Schwäbische Alb, vom Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen bis zur Achalm bei Reutlingen.

Seit mindestens 700 Jahren schon bewohnt und urkundlich erwähnt, bietet unsere Gemeinde derzeit etwa 1400 Einwohnern eine Heimat.

Dank der ertragreichen Böden unserer Gemarkung, war seit alters her die Landwirtschaft der Haupterwerb unserer Einwohner, was ganz deutlich an der Gebäudestruktur des alten Ortskerns sichtbar wird.

Durchsetzt mit Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben für den Bedarf des täglichen Lebens. Trotzdem waren viele unserer Vorfahren gezwungen, sich in der nahen und weiterenUmgebung um Arbeit umzusehen, oder in der Ferne sich eine Heimat zu schaffen. So waren auch viele aus unserer Heimatgemeinde mit dabei, als im 18.Jahrhundert eine Auswanderungswelle von Ulm aus die Donau hinab in die dünn besiedelten Gebiete der damaligen Donau Monarchien ging. Aber auch in die Vereinigten Staaten und in unserem Nachbarland Schweiz suchten viele Arbeit und Heimat. Erst mit der beginnenden Industrialisierung besserte sich langsam die Lage unserer Einwohner. Infolge einer bis in die jüngste Vergangenheit andauernden mangelhaften Verkehrsanbindung, siedelten sich Industrie mit Arbeitsplätzen in grosser Zahl nur sehr begrenzt in unserer näheren Umgebung an, so dass auch heute die meisten unserer Mitbürger ihren Broterwerb neben Betrieben und Einrichtungen in unserem Stadtbereich, in den Räumen Balingen, Hechingen, Tübingen und vor allen Dingen im Ballungsraum Böblingen-Sindelfingen haben.

Daraus ist zu erklären, dass heute unsere Gemeinde eine landwirtschaftlich orientierte Wohngemeinde im Rahmen der Stadt Haigerloch ist.

Mit der Eingemeindung in die Stadt Haigerloch endete am 31.12.1972 die Selbständigkeit unserer Gemeinde, nachdem vom damaligen Bürgermeister Wilhelm Stehle weitsichtig vorausgesehen wurde, dass langfristiger Widerstand gegen eine Eingemeindung für unseren Ort eher von Nachteil, als von Vorteil wäre.

In der Tat war es so, dass viele Aufgaben, die anstanden in einer selbständigen Gemeinde unserer Grösse und unserer Wirtschaftskraft nicht oder nur sehr langsam zu verwirklichen gewesen wären, auch wenn die kommunalpolitisch engagierten Leute dafür bekannt waren, nach Möglichkeit unseren Nachbargemeinden immer ein Schritt voraus zu sein. So zum Beispiel beim Aufbau der Trinkwasserversorgung, die schon in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts mit dem Beitritt zur Nordstetter Wasserversorgungsgruppe die Versorgung sicherstellte. Auch nach dem 2. Weltkriegging trotz knapper Mittel die Entwicklung weiter, so mit dem Ausbau des Abwassernetzes schon Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre; mit dem Bau der Leichenhalle 1970, einem beträchtlichen Zuschuss zum Bau des neuen Kindergartens der kath. Kirchengemeinde 1972, mit dem Bau der Mehrzweckhalle samt Festgelände, als Teil des Eingemeindungsvertrages, durch die Stadt Haigerloch im Jahre 1975.

Daneben natürlich die Bereitstellung von Bauland, Ausbau der Ortsstrassen, Sanierungsmassnahmen an der St. Wendelins-Kapelle, die im Eigentum der Stadt ist und seit Anfang der neunziger Jahre auch die schrittweise Sanierung des alten Ortskerns. Im Foyer unserer Schule steht folgender Spruch: "Gute Schulen am rechten Platz, sind für die Gemeinden ein grosser Schatz".

In unserem Schulhaus, dem dritten, wenn man der Geschichtsschreibung glauben darf sind die Klassen 1 und 2 des Grundschulverbandes Trillfingen und Bad Imnau untergebracht, während die Klassen 3 und 4 in Bad lmnau unterrichtet werden. Dies war natürlich nicht immer so: noch im Jahr 1966, bis zur Einführung der Hauptschule, wurden in Trillfingen etwa 120 Kinder unterrichtet. Während die alten Schulen in umgestalteten Bauernhäusern untergebracht waren, wurde im Jahre 1913 erstmals ein richtiges Schulhaus mit 4 Klassenräumen, Nebenräumen sowie mit 2 Lehrerwohnungen in Betrieb genommen. Dieses Schulhaus beherbergt auch heute noch die beiden Klassen der Grundschule.

Der relativ grosszügige Bau war aber auch der Grund dafür, weshalb in Trillfingen nach dem Krieg kein neues Schulgebäude errichtet wurde, so wie dies in den meisten unserer Nachbargemeinden geschehen ist,eine Entwicklung ähnlicher Art, nämlich die Kooperation mit Nachbargemeinden, blieb auch der Kirchengemeinde nicht erspart. Während im 15.Jahrhundert noch Teile der Stadt Haigerloch zur Pfarrei von Trillfingen gehörten, haben wir heute wieder einen Pfarrverband mit den Gemeinden Bad Imnau und Hart.

Neben unserer Dorfkirche "St. Valentin" die im Jahre 1842 in ihrer heutigen Gestalt fertiggestellt wurde, erhebt sich auf dem höchsten Punkt unserer Gemeinde, die "Sankt Wendelinskapelle". In der jetzigen Form wurde sie um 1775 errichtet. Sie ist zusammen mit dem ehemaligen Kindergarten, dem in den letzten Jahren völlig renovierten und zum Pfarrheim umfunktionierten Haus, einer der markantesten Punkte unserer Gemeinde und von weither Blickfang in der Silhouette Trillfingens.

Das Leben in unserer Gemeinde ist sehr stark geprägt durch unser reges Vereinsleben. Seit vielen Jahrzehnten, unterbrochen durch Zwangspause während des Nazi-Regimes arbeiten ehrenamtlich viele unserer Mitbürger in den Vereinen unserer Gemeinde und gestalten so in einem außerordentlichen Maße das sportliche und kulturelle Leben in Trillfingen. Ein besonderes Anliegen ist den Vereinen die Jugendarbeit. Nicht nur im eigenen Interesse, auch im Hinblick auf die besondere Situation in der sich unsere Jugend in diesem Jahrzehnt des zu Ende gehenden 2. Jahrtausend befindet, sammeln die Vereine durch ein vielschichtiges Angebot an Betätigung in einer Gemeinschaft Jugendliche aller Schichtungen um sich, mit dem Ziel, unsere heranwachsende Generation in unser dörfliches Leben einzubinden.

Jetzt, an der Schwelle zum 21. Jahrhundert sollte die Zielsetzung auch für unser Trillfingen sein: Weiterentwicklung der Gemeinde, Pflege des Überlieferten und trotz Bewahrung von einem Höchstmaß an selbständigem Handeln, Anpassung an die Veränderungen und Herausforderungen unserer Zeit.

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